Beobachtungsabend

Mariazell, 05. 12. 2003

20031205ned20.html

Beobachter:Anneliese Haika, Günther Eder
Datum:05. 12. 2003
Zeit:20.30 MEZ
Ort:Mariazell
Instrument:16" Meade
Bedingungen:

Durchsicht:gut (2)
Temperatur:0 °C
Wind:kein

Bericht:

Einer spontanen Idee folgend fuhr ich am Freitag zu Mittag nach Mariazell. Ich hatte den lang anhaltenden Hochnebel in Wien satt und wollte endlich wieder ein bißchen Sonne und klaren Himmel sehen. Und Mariazell war der richtige Ort dafür. Nach einem netten Spaziergang über den Adventmarkt und Abendessen mit Günther und Angelika Eder, fuhr ich mit Günther auf die Sternwarte.

Der Mond war schon recht störend, daher war an Deep Sky Objekte kaum zu denken. Doch auch so gab es einiges zu sehen. Zunächst war das Seeing ziemlich stark, später wurde es aber deutlich besser.

Auf dem Mond (im Binokular trotz Seeing sehr hübsch!) war die Lange Wand im Meer der Feuchtigkeit gut zu erkennen, auch das Schrötertal war zu sehen. Saturn war zunächst ein Opfer des Seeings. Erst bei einem späteren Durchgang war es ruhig genug, um ein dunkles Wolkenband und sogar eine hellere Stelle auf dem Planeten zu erkennen.

Dann gingen wir auf Kometenjagd. Linear T7 war recht gut zu erkennen. Ein kleiner, sternförmiger Kern umgeben von einer schon recht ansehnlichen Koma. Einen Schweif konnte man bei genauem Hinsehen auch erkennen, allerdings nur extrem schwach.

Linear HT50 erwies sich für diese Mondbeleuchtung als zu schwach. Günther konnte ihn gerade erkennen (sagt er), ich habe eindeutig nichts gesehen.

Auch ein Blick auf den Orionnebel durfte natürlich nicht fehlen. Während die Trapezsterne durch das Seeing nicht besonders scharf waren, konnte man im Nebel schon einiges an Details erkennen.

Trotz des hellen Mondes war es ein Vergnügen nach wochenlangem Grau-in-Grau wieder einmal einen schönen Sternenhimmel zu sehen. Der Ausflug hat sich auf jeden Fall ausgezahlt.