| Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||||||||||||
| Datum: | 22. 01. 2004 | ||||||||||||||
| Zeit: | 20.00 bis 22.00 MEZ | ||||||||||||||
| Ort: | Wien 23 | ||||||||||||||
| Instrument: | 12" Meade LX-200 | ||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Na endlich. Erstmals nach gut drei Wochen klarer Himmel. Dabei hat es am Vormittag noch dicht geschneit. Was tun? Beobachten, keine Frage, denn ich bin reichlich ausgehungert. Doch wo, immerhin ist es ziemlich kalt. Die Lösung ist rasch gefunden: Bei der letzten Jugendgruppe sind wir um's Beobachten umgefallen, also lade ich mich samt Teleskop kurzerhand bei Familie Baumann ein, die das Angebot freudig entgegennimmt. Das
Teleskop wird im Hinterhof des Hauses aufgebaut - Backyard Astronomy im
reinsten Sinn! Wir wählen eine windgeschützte Stelle, die uns
trotzdem einen guten Blick zum Winterhimmel gestattet.
Saturn ist ein Traum. Das gute Seeing lässt eine Vergrösserung bis 420x zu (7mm Pentax) und wir können uns an dem ruhigen Anblick des Ringplaneten einfach nicht sattsehen. Die Cassini-Teilung ist kein Problem, auch der feine C-Ring nicht, jede Menge Monde umgibt den Planeten. In der sternreichen Umgebung sind Titan, Iapetus, Thethys, Dione, Rhea und Enceladus nur nachträglich mit Starry Night zu identifizieren. Dann zum Orionnebel. 40mm Pentax, UHC-Filter. Unglaublich! So plastisch, reich strukturiert, füllt der Nebel das ganze Gesichtsfeld aus. Wir vergrößern den Kern mit 14mm Pentax, jetzt sind die Trapezsterne in der reich strukturierten Kernregion dominierend, alle 6 Sterne sind zu erkennen. Webcam und CCD-Kamera bleiben heute zu Hause, aber ein paar Schnappschüsse mit der Digitalkamera entschädigen. Eine visuelle Tour mit Pleiaden und dem wunderschönen offenen Sternhaufen M37 bildet den Abschluss, bevor wir, schon etwas durchfroren, die erste Beobachtung seit langem beenden.
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