| Beobachter: | Thomas Strehl |
| Datum: | 23. 01. 2004 |
| Zeit: | 20.00 bis 03.00 MEZ |
| Ort: | Nähe Innermanzing |
| Instrument: | 8" F4.4 Newton + Mintron VideoCCD Kamera |
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Endlich schönes Wetter, wenn auch ein wenig frostig. Also Zeit für eine VideoCCD Session. Das Setup besteht wie üblich aus einem modifizierten 8" F4.4 Orion Newton, einer Mintron VideoCCD Kamera, einem Video2USB Konverter und einem Laptop mit Virtualdub 1.5.4. Der Bildausschnitt ist ca. 18x24 arcmin. Heute steht zunächst die Überprüfung der Aufnahme Technik am Programm. D.h. zuerst Vergleichsaufnahmen mit direktem Kabel von der Mintron VideoCCD Kamera zum Laptop gegenüber der neuen, längeren Verkabelung im inneren des Newton. Testobjekt ist der offene Sternhaufen M52. Dann folgen einige Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen an der Mintron Kamera. Zweck ist der Vergleich zwischen der Bildqualität bei wechselnder Verstärkung gegenüber unterschiedlichen Einstellungen der internen Bildaddition (Die Mintron kann intern bis zu 128 Bilder addieren, wobei diese wie bei Video üblich mit ca. 1/60 sec belichtet sind. Insgesamt also knapp über 2sec Belichtungszeit). Außerdem möchte ich auf diesem Weg herausfinden, welche Grenzgröße sich mit diesem Setup erreichen läßt. Wie sich bei der Auswertung der Daten am Wochenende herausstellt, liegt die Grenzgöße weit jenseits dessen, was im Tycho2 Katalog verzeichnet ist, jedenfalls >13m. Und ist ohne aufwendige Extraploation nicht wirklich zu bestimmen. Die Testaufnahmen dauern länger als geplant, sodaß M33 für die erste eigentliche Aufnahme schon zu tief steht. Mittlerweile ist die Temperatur von -12 auf -15 gesunken, am Newton bilden sich aussen die ersten Eiskristalle. Es geht weiter mit den offenen Sternhaufen M103, M48, M50 und M67. Jetzt hat es -17.5°, der ganze Newton ist mit einer dicken Schicht Eis bedeckt. Die Spiegel sind aber noch völlig trocken. M35, M36, M37 und M38 stehen fast im Zenith, ideal zum Aufnehmen, aber bei der Kälte weigert sich die mäßig gut austarierte GP sauber nachzuführen, vielleicht hält auch nur die Klemmschraube nicht gut genug. Keinesfalls dürfen in der heutigen Aufnahmesession nebelige Objekte fehlen. Die Wahl fällt auf den Angstgegner M1 (der ist im Sucher einfach nie zu sehen) und M78. Während M78 kein Problem ist (steht allerdings schon etwas tief), finde ich M1 tatsächlich wieder nicht. Erst nach genauem Studium der Sternkarte und Neujustage des Suchers landet der SN Überrest dann doch auf dem Schirm. Damit erfolgreicher Abschluß des Abends gegen 3h00. Bei der Bearbeitung der .AVI Dateien mit Giotto und Photoshop fällt wieder einmal auf wie groß der Einfluß des Monitors auf die Darstellung der Bilder ist. Währung am Röhrenmonitor die Schatten längst abgesoffen sind, zeigt der Laptop rücksichtslos jedes noch so schlimme Hintergrundrauschen. Die neuen Bilder zu M1, M48, M50, M52, M67, M78 und M103 finden sich wie immer im 'Astro Images Messier VideoCCD' WebShots Album |
| Bilder: | http://community.webshots.com/user/anonx |