| Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||||||||||||
| Datum: | 31. 01. 2004 | ||||||||||||||
| Zeit: | 17.00 bis 20.30 MEZ | ||||||||||||||
| Ort: | Kahlenberg (Sternabend) | ||||||||||||||
| Instrument: | 12" Meade LX200, Philips ToUCam Pro | ||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Im Rahmen des Sternabends bleibt nebem dem Herzeigen der Objekte im Fernrohr auch viel Zeit für eigene Eindrücke und auch für Fotos, zumal sich Mond und Planeten mit der Webcam sehr bequem einem größeren Besucherkreis demonstrieren lassen; wichtige Details können so allgemein erläutert werden, bevor dann individuell am Fernrohr beobachtet wird. Venus und Mars sind aber heute keine Webcam Objekte. Die Venus, weil sie außer einer deutlichen Phase keine Details zeigt, der Mars, weil das Seeing doch nicht so optimal ist. Immerhin erkennt man bei 214-facher Vergrößerung noch einen dunklen Fleck auf seiner Oberfläche und die deutliche Phase. Der Mond ist aber ein extrem dankbares Objekt, und trotz des Herannahens einer merkwürdigen Front wird das Seeing im Lauf des Abends besser. Die interessante Phase mit Copernicus knapp am Terminator wird zunächst einmal in der totalen mit der Digicam am 50mm Plössl festgehalten.
Dann geht es mit der Webcam an Details. Auf dem Bildschirm lassen sie bei unseren Gästen Astronautenstimmung aufkommen, und so nebenbei entstehen Videos mit 1000 bis 1200 Frames, die ich später zu Hause mit Registax bequem stacken kann. Zum Glück bleiben die Bilder "stehen", verzerren sich nicht, daher kann ich über einen relativ großen Bereich scharf abbilden. Leider macht sich die nur halbherzig erfolgte Aufstellung meines Instruments - fürs visuelle Beobachten reichte sie aus - bemerkbar, und zwar in einem Shiften des Bildes während der Belichtung, so dass ich die Randzonen verlor. Klingt aber schlimmer als es ist. Hier nun die Highlights:
Nach dem Mond geht's zum Saturn, und auch der zeigt sich wieder einmal von seiner besten Seite. Hoch am Himmel und kaum vom Seeing in Mitleidenschaft gezogen, kann wieder einmal die 2x-Barlowlinse zum Einsatz kommen. Am Bildschirm sieht Saturn jetzt aus 5m Entfernung betrachtet so aus wie im Fernrohr, und Registax holt, trotz der notwendigen Nachverstärkung, noch einiges heraus.
Nicht nur ein toller Sternabend, sondern auch eine tolle Beobachtung. 100 Prozent Astronomie! |