| Beobachter: | Anneliese Haika | ||
| Datum: | 19. 03. 2004 | ||
| Zeit: | 20.00 bis 20.40 MEZ | ||
| Ort: | Wien, Hietzing | ||
| Instrument: | C8 | ||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Eine interessante Jupitermonderscheinung stand heute Abend auf dem Programm. Callisto würde hinter dem Jupiter auftauchen und kurz darauf im Jupiterschatten wieder verschwinden. Daher legte ich mich ab etwa 20.00 Uhr auf die Lauer. Um 20.24, etwa 4 Minuten später als erwartet (laut Starry Night und Kosmos Himmelsjahr)tauchte Callisto hinter Jupiter auf. Ein winziges Pünktchen, das langsam immer deutlicher wurde. Vermutlich spielte das schlechte Seeing bei der zeitlichen Verzögerung eine große Rolle. Ich wartete darauf, dass sich der Mond nun langsam vom Rand des Jupiter trennen würde, aber noch bevor das geschah wurde der Mond kurz vor 20.30 wieder schwächer und verschwand um 20.30 völlig. Eine "Liveschaltung" (= Telefonat) mit Alex Pikhard auf der Sofienalpe machte mir klar, dass ich tatsächlich durch das Seeing einige Minuten verloren hatte. Denn während ich Callisto nicht mehr sehen konnte, machte Alex noch fleißig Aufnahmen von dem im Jupiterschatten verschwindenden Mond. Von den übrigen Jupitermonden glaubte ich, nur zwei sehen zu können. Erst Alex machte mich darauf aufmerksam, das Io und Europa so dicht beisammen standen, dass sich für mich nicht zu trennen waren. Erst bei den letzten Blicken, so gegen 20.40, konnte ich die beiden Monde gerde schon trennen. |