Sternwarte Mariazell, 13. - 15. August 2004

Bereits zum dritten Mal veranstalten wir in diesem Jahr unsere Summer Star Party in Mariazell. Ein Teleskoptreffen mit heiterem Hintergrund soll es werden. Zwei Wochen mit schönem Beobachtungswetter liegen hinter uns, und einige haben diese schönen Tage für intensive Beobachtungen genützt. Doch es ist verhext mit diesem Jahr 2004, immer zum Wochenende wird das Wetter schlecht - wie wär's mit einer Kalenderreform? ;-)

Keine Angst vor Freitag 13.

Während das erste WAA-Jugendcamp sehr erfolgreich in die Zielgerade einbiegt, treffen die ersten Beobachtungs- und auch Partyhungrigen Mitglieder auf der Sternwarte ein. Das Wetter zeigt sich an diesem Nachmittag ja durchaus von einer freundlichen Seite.

In Richtung Südwesten werden die Wolken dichter. Das ist doch keine Himmelsrichtung, die für das Wetter hier eine Bedeutung hat, oder?

Christine und Kurt Bretschneider haben der Sternwarte einen neuen Griller gespendet, den die beiden bei heiterem Sommerwetter aufbauen. Erste Partystimmung kommt auf, während in der Sternwarte noch am Computernetzwerk gebastelt wird. Und bald werden auch unsere Jugendlichen eintreffen, um ihre Abschlusspräsentation zu halten.


Aufbau des neuen Grillers ...

... bei spätsommerlichem Sonnenschein

Na bitte, ein schöner Nachmittag, nur etwas kühl

Da beginnen einige sogar mit dem Aufbau
ihrer Instrumente, in Erwartung einer klaren Nacht


Die Wolken werden etwas düsterer, aber so eine Stimmung hatten wir schon oft

Die Party steigt. Heute wird noch nicht gegrillt, heute gibt es kaltes Buffet. Und immer mehr Starparty-Gäste bauen auch ihre Instrumente auf. Es beginnt also wie jedes Jahr ...


An Speis und Trank mangelt es nicht

Die Stimmung steigt, aber leider auch
die dunklen Wolken

Das bringt so manchen zum Grübeln, ...

... da bleibt nur Fachsimplen

Spätestens, als die ersten Regentropfen fallen, wird uns klar, dass es heute keine Beobachtungsnacht geben wird. Die Party verlagert sich in die Sternwarte, auch wegen der recht frischen Aussentemperatur. In der Sternwarte folgen wir der extrem professionellen Abschlusspräsentation unserer Jugendgruppe.


Die Präsentation über Farben und Helligkeiten der Sterne ist in blau gehalten,
und so lauschen wir den Ausführungen in dieser beruhigenden Atmosphäre

Wir werden heute nicht mehr beobachten, aber wir plaudern und fachsimplen noch lange. Morgen ist ja auch noch ein Tag ...

Ein kühler erster Kontakt

Unser Seminar " Besser beobachten - der erste Kontakt" am Nachmittag bildet den Auftakt zum zweiten Tag unserer heurigen Summer Star Party. Nach einem extrem unfreundlichen Morgen zeigt sich die Stehralm jetzt wieder eher von der heiteren Seite.

Und so bereiten wir uns in dem Seminar darauf vor, was es am Himmel alles zu sehen gibt. Die Fernrohre der Starparty-Teilnehmer und der fliegende Buchladen von Ludwig Grandy enthalten sehr viel Anschauungsmaterial.


Vortrag und ...

... Gespräch für die Theorie, ...

... Handfestes und ...

... Literatur für die Praxis

Kein Sommer, keine Sterne

Im Lauf des Seminars wird es dunkler und kälter draussen, und bald peitscht vom Sturm getriebener Regen gegen die Fensterscheiben. Grausig! Immer wieder machen Sonnenstrahlen Hoffnung auf eine Veränderung zum Guten, aber sie werden seltener und bleiben allmählich ganz aus. Die Stehralm versinkt in Regen und Nebel. Der Sommer macht Pause, das, was momentan draussen herrscht, ist bestenfalls Herbst, mit einem Hauch des bevorstehenden Winters.


Grausig entwickelt sich der Samstag

Was tun? Die Party ins Tal, ins Franziskus-Heim verlegen? Nein, wir trotzen dem Wetter. Auch wenn es viel, viel mehr Arbeit bedeutet - und an dieser Stelle sei Angelika, Anneliese, Christine und Kurt stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer ganz, ganz herzlich gedankt - wir ziehen unsere Starparty auf der Sternwarte durch, getreu dem Motto "Bei Regen findet die Summer Star Party im Saal statt". Besonders kühn ist Kurt, der seinen Griller in einem rasch "feldmäßig" improvisierten Unterstand in Betrieb nimmt.


Kurt Bretschneider in seiner ...

... improvisierten "Feldküche"

Die Bilder können gar nicht zum Ausdruck bringen, wie grauslich das Wetter jetzt ist. Kalter Regen, Nebel, unangenehmer Wind, kaum jemand will sich im Freien aufhalten, nur kurz gehen wir hinaus, um ein Stück Gegrilltes zu ergattern. Dann aber verteilt sich die Summer Star Party 2004 auf die Räume der gemütlichen Mariazeller Sternwarte.


Ob in der Kuppel, ...

... auf dem Gang, ...

... in der Küche oder ...

... im Seminarraum, ...

... überall herrscht trotz des schlechten Wetters beste Stimmung. Summer? Nein, nicht wirklich. Star? Schon gar nicht. Party? Aber ja, und wie!

Ein paar Dinge wurden wieder einmal klar: Erstens, dass sich Enthusiasmus à la WAA nicht von ein paar Regentropfen unterkriegen lässt. Zweitens, dass es bei uns - und das trifft mindestens in gleicher Weise auch auf unsere Freunde vom Astroteam Mariazellerland zu - mehr gibt als bloss das Fachliche, nämlich auch das Gesellige. Und drittens, dass wir trotz einer gewissen Größe eine Familie Gleichgesinnter sind, in der man sich einfach wohlfühlt.

Es ist ja wirklich Pech. In drei Wochen mit schönem Beobachtungswetter - wenn man den Wetterbericht für die aktuelle Woche heranzieht - ist der einzige wirklich verregnete Abend dieser Samstag. Aber: Regen und Sturm? Ach was, die nächste Starparty kommt bestimmt. Schön war's! Und wie immer ein ganz besonders herzlicher Dank an Angelika und Günther für die besondere Gastfreundschaft!

Text und Fotos: Alexander Pikhard