| Beobachter: | Alexander Rossi | ||||||||||||||
| e-Mail: | alexander.rossi@chello.at | ||||||||||||||
| Datum: | 02. 04. 2005 | ||||||||||||||
| Zeit: | 20.30 bis 21.45 MESZ | ||||||||||||||
| Ort: | 1140 Wien, Sofienalpe | ||||||||||||||
| Instrument: | Televue Genesis 100/500 mm F 5.0, Manfrotto Stativ 475, Okulare 32mm , 20mm, 10mm, 6,7mm, 2fach Barlow | ||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Samstag, 19h, Blick gen Himmel gerichtet und so wie den ganzen Tag gehofft keine Veränderung des Frühlinghaften Wetters zu erkennen. Nach einer 3monatigen Abstinenz wegen meiner Bandscheiben Operation alle Verbote der Ärzte zum Trotz meinen Televue Refraktor aufs Manfrotto Stativ gepackt und hinauf gefahren. Der Gedanke war, einfach ein paar Minuten bei jemand anderem mitzubeobachten, um erstens wieder mal durch ein Okular schauen zu können und zweitens werden doch bei diesem Super Wetter Heerscharen von Beobachtern anwesend sein. Um 20h20 Ankunft auf der Sofienalpe - und niemand ist da. Ok, zu früh die werden in der nächsten Stunde schon noch erscheinen. Es kam wie es kommen mußte - NIEMAND kam bis zu meiner Abreise um 22h10. Das hat mich schon ein wenig gewundert, aber mein Gedanke war, daß bei diesem Wetter alle auf der Ebenwaldhöhe sein werden. Dann habe ich meinem TV Genesis das "First Light" als Besitzer gegönnt. Habe das Gerät jetzt ergänzend zu meinem TV Pronto, somit 2 Ausrüstungen. Eine fürs Auto oder den Urlaub und eine für Astrofotografie. Zu den Beobachtungen: .) Der erste Versuch galt dem "Running Man" nördlich des Orion Nebels M42. Blieb aber beim Versuch, war nur ganz schwer zu erkennen, da Orion schon sehr tief stand. M42 war im 6,7mm UWA Weitwinkel bei 82 Grad Gesichtsfeld ein toller Anblick, die Schwingen gingen über das ganze Gesichtsfeld, die Trapezsterne waren sehr gut zu erkennen und man meinte sogar etwas Farbe (grau-grün) erkennen zu können. Schade, daß durch die "hohe" Vergrößerung (75x) der Nebel natürlich andauernd aus dem Okular lief. Nachteil eines Stativs. .) Blick auf M45, die Plejaden. Was sonst, wenn nicht dieser Sternhaufen ist geeignet für so ein Instrument. Und danach gleich hinüber zu Aldebaran und den Hyaden. .) Vom Stier gleich in den Perseus zu h und z, einem wunderschönen doppelten, offenen Stern- haufen. Mit der kleinsten Vergrößerung (16x) hat man fast Zeit die Sterne einzeln zu zählen, auch ohne Nachführung einer parallaktischen Montierung. .) Jupiter: zwar erst ca. 20 Grad über dem Horizont, aber erster Prüfstein für die Okulare und die Optik. Habe da alle Okulare durchprobiert, die Vergrößerungen waren 16x, 25, 50x, 75x und mit der 2fach Barlow 150x. Große Schwierigkeiten gab es nur bei 150x, den richtigen Fokus zu finden, da natürlich alles sehr gewackelt hat und rasch aus dem Gesichtsfeld lief. Aber bei 75 fach konnte man nicht nur die beiden Äquatorialbänder gut beobachten, sondern auch nördlich und südlich davon Bandstrukturen. Schade nur, daß alles so wackelte, das seeing hätte ohne weiteres noch mehr Vergrößerung zugelassen. Zusammenfassend muß ich sagen, daß es schön war wieder mal zu beobachten und solange der Rücken nicht mitspielt muß man halt mit Stativ und kleinerer Optik ausrücken oder mitbeobachten. mfg Alexander Rossi |