| Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||||||||
| Datum: | 15. 04. 2005 | ||||||||||
| Zeit: | 20.00 bis 22.30 MESZ | ||||||||||
| Ort: | Sofienalpe | ||||||||||
| Instrument: | 12" Meade LX200, Minolta Dimage Z3, Philips ToUCam Pro | ||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: |
Ein schöner, etwas dunstiger Abend läßt einige von uns trotz des morgigen Astronomietags, der anstrengend genug werden wird, auf die Sofienalpe fahren; wir betrachten den Abend sozusagen als Einstimmung. Ich bin als erster auf der unerwartet menschenleeren Sofienalpe und erlebe einen fast schon mystischen Sonnenuntergang, zu dem Wolken tief im Westen beitragen.
Wenig später treffen doch noch einige Beobachter ein, auch ein paar Spaziergänger, die dann doch einen Blick zum Mond wagen. Der Mond steht heute in den Zwillingen und bildet mit Castor, Pollux und Saturn eine nette Konstellation.
Das Seeing ist heute wieder einmal sehr gut und der Mond im Fernrohr ein Hammer, ebenso Saturn und später Jupiter. Leider fällt eine Webcamaufnahme des Saturn einem dummen technischen Problem zum Opfer (ein elektrisches Störsignal durch das lausig abgeschirmte Kabel der ToUCam), doch die Aufmerksamkeit gehört ja doch dem Mond.
Wir haben heute wieder eine beeindruckende Mondphase; auch wenn das Kratertrio Theophilus-Cyrillus-Katharina schon entwas vom Terminator entfernt ist, ist es dennoch eine bemerkenswerte Region. Ich mache Webcam-Aufnahmen mit 3m Brennweite von ausgewählten Regionen. Das gute Seeing macht heute feinste Details sichtbar, die der Mondoberfläche eine ganz neue Note verleihen; was sonst eher flach aussieht, ist von winzigen Kratern übersäht!
Im Norden sind es die beiden Krater Eudoxus und Aristoteles, die beim Blick durchs Fernrohr einfach fesseln. Ihr Umland ist seltsam hügelig und in dieser Form noch kaum beobachtet worden.
Im Süden wird die Mondlandschaft mehr als unübersichtlich. Krater über Krater, schwer, sich hier überhaupt zurecht zu finden. Wer kennt die nächste Region, die ich aufgenommen habe?
Noch eine Region ist bemerkenswert: Der Krater Maurolycus, dessen Zentralgebirge gerade von den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne beleuchtet wird ...
Der Mond ist jeden Abend anders und deshalb ein Beobachtungsobjekt, bei dem die Begeisterung nie nachläßt. Zum Abschluß noch ein Blick zum Jupiter, der jetzt schon hoch genug steht.
Wolken ziehen auf. Zeit zum Abbau. Hoffentlich verziehen sich die Wolken rechtzeitig vor dem Astronomietag wieder. Die Prognosen sind ja günstig. |