Führung mit Jupiter

Universitätssterwarte Wien, 10. Mai 2005

Unser Besuch auf der Universitätssternwarte zur Beobachtung guter Planetensichtbarkeiten ist schon fast traditionell. Heute steht Jupiter auf dem Programm. Das Wetter ist unter Tags aprilhaft (und das im Mai) und der Wetterbericht verheißt für den Abend nichts Gutes. Doch BOLAM gibt Hoffnung ...


Die meisten unserer kleinen Gruppe betreten zum ersten Mal ...

... das Eindrucksvolle Gebäude der Universtitätssternwarte in Währing

Dr. Bernhard Aringer stellt das Institut in einem kurzen Vortrag vor, ...

... dann geht es weiter;

Vorbei an älteren Instrumenten ...

... und der Präsentation moderner Forschung


Doch das Ziel ist der große 68cm-Refraktor.
Was für ein Fernrohr!

Roland Ottensamer führt uns in der Kuppel; zunächst gilt ein kleiner Rundgang dem Wetter. Und wie es aussieht, sollten wir Glück haben.


Im Süden, dort, wo Jupiter steht, ist es noch sehr klar.

Über der Westkuppel türmen sich bedrohliche Wolken. Nichts wie hinein zur Beobachtung!

Die Bühne hebt uns zum Okular, und der Blick zum Riesenplaneten ist schlicht und einfach umwerfend gut: Perfektes Seeing, dazu eine Inszenierung, wie sie kitschiger nicht sein könnte. Die Galileischen Monde dicht beim Planeten, der Schatten von Ganymed unübersehbar auf der Planetenscheibe, darüber der Große Rote Fleck in brillanter Farbe. Die Reaktionen beim Blick durchs Fernrohr fallen entsprechend aus ...


Ein Bild sagt hier mehr als Worte beschreiben können

Jupiter ist wirklich zu schön, doch die Freude hält nur kurze Zeit an. Es gehen sich gerade einmal drei Runden zum Durchschauen aus, da bricht zuerst das Seeing zusammen und dann kommen auch noch die Wolken. Schnell ein Schnappschuß mit der Digitalkamera, der den Eindruck natürlich nicht wiedergeben kann.


So, aber noch viel besser, konnten wir Jupiter sehen

Saturn ist weder vom Wetter her noch technisch möglich. Das Umlegen des 5 Tonnen schweren Rohres ist im Verlauf einer Führung nicht durchführbar. Aber wir durften Jupiter in seiner schönsten Form erleben, für alle ein bleibender Eindruck. Wir freuen uns schon auf Mars im Herbst.

Vielen Dank an Bernhard und Roland für die Führung!

Text und Fotos: Alexander Pikhard