NGC 5921

Wien 8, 18. 06. 2005

20050618bre23.html

Beobachter:Bernhard Rems
Datum:18. 06. 2005
Zeit:23.00 bis 01.00 MESZ
Ort:Wien 8
Instrument:10" LX200GPS f/3.3, Meade DSI
Bedingungen:
Durchsicht:ausreichend (3)
Aufhellung:schlecht (4)
Seeing:ausreichend (3)
Freis. vis. Grenzgroesse:3.5
Bemerkungen:Mondnacht
Bericht:

"Mit Geduld und Spucke fängt man eine Mucke" - das gilt wohl auch für die CCD-Astronomie, besonders dann, wenn man mit widrigen Umständen kämpfen muss. Hier präsentiere ich das Ergebnis eines interessanten Experimentes, das, wenn auch weit entfernt von einem optimalen Ergebnis, zumindestens ermutigend verlaufen ist.

Immer wieder habe ich mich in den letzten Beobachtungsnächten an NGC 5921, einer lichtschwachen Galaxie in Serpens, versucht, ohne wirklich zufriedenstellende Resultate. Das erste Mal hatte ich die Galaxie am Rand des Bildes. Beim zweiten Mal war, trotz 26 Minuten Belichtung, der Dunst am Himmel der störende Faktor. Beim dritten Mal, gestern, stand der Mond ziemlich nahe, obwohl die Durchsicht etwas besser war. Keines der Bilder brachte jedenfalls ein annähernd befriedigendes Ergebnis der Balkenspirale mit gerade mal 13mag Flächenhelligkeit.

Heute hatte ich eine Idee: Wir in der CCD-Astronomie stacken ja viele Einzelbilder, um dadurch ein besseres Gesamtbild zu bekommen. Warum also nicht die Bilder ZWEIER Nächte kombinieren? Ich gebe zu, kein wirklich revolutionärer Gedanke *g*, aber für mich dennoch ein Heureka-Erlebnis. Also habe ich die Bilder dieser beiden Bobachtungsnächte zu einem Gesamtbild zusammengefasst. Und siehe da: auch wenn das Ergebnis ästhetisch nicht wirklich ansprechend ist, ist die Galaxie dennoch wesentlich besser zu erkennen:

Das Kombinieren von Aufnahmen aus verschiedenen Nächten ist also durchaus zielführend (was bei meinem beschränktem Himmel wohl manchmal die einzige vernünftige Lösung sein wird)...