| Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||||||||
| Datum: | 01. 08. 2005 | ||||||||||
| Zeit: | 12.30 bis 16.00 MESZ | ||||||||||
| Ort: | Sternwarte Mariazell | ||||||||||
| Instrument: | 5" Astrophysics Refraktor und Coronado PST | ||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Nach zwei Tagen mit Gewitter und Regen ist der heutige Sommertag eine willkommene Abwechslung. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, wohl wert, einen Blick darauf zu werfen. Zuerst im Astrophysics-Refraktor mit Zeiss Sonnenfilter Beobachtungen im Weisslicht. Einige kleinere und durchaus interessante Fleckengruppen sind zu erkennen.
Mit der Webcam nehme ich die größeren Fleckengruppen auf. Dabei muss ich ein paar lästige Quellwolken abwarten.
Jetzt geht es zum PST. Ein Traum, wie viele Details man heute erkennen kann. Protuberanzen sind zwar spärlich vorhanden, aber dafür jede Menge Filamente und am Nachmittag entwickelt sich dann sogar ein recht großer Flare. Es ist ungemein schwer, die Sonne im Hαzu fotografieren, die Sache ist extrem kontrastarm und trifft die Chips der digitalen Kameras in einem sehr ungünstigen Empfindlichkeitsbereich.
Die Digicam ist zu empfindlich. Selbst bei nur 50 ISO, 1/1000s und f/8 - das absolut "unempfindlichste", was ich einstellen kann, ist das Bild fast zu hell und vor allem sehr kontrastarm. Mit der Webcam habe ich zunächst auch das Problem, dass ich das PST nicht mehr fokussieren kann. Runter mit dem Webcam-Adapter und die Webcam schlichtweg mit Duck-Tape an das Instrument geklebt löst das Problem. Auch hier kämpfe ich mit dem fast nicht vorhandenen Kontrast. Wie soll er auch da sein, innerhalb von einem Bruchteil von einem Nanometer Wellenlänge? Das treibt Bildverarbeitungssoftware an die Grenzen! Sonnenbeobachtung ist eine Herausforderung, und je besser die Ausrüstung, desto zeitintensiver wird sie. Gut, dass ich auf Urlaub hier bin! |