Wenn wir unseren Mitgliedern eine Führung auf der Universitätssternwarte ermöglichen, dann vereinbaren wir meist zwei Termine. Zum einen, um jenen, die am ersten Termin verhindert sind, eine zweite Chance zu geben; und zum anderen wegen des Wetters. Diesmal verhält es sich genau so: Während letzte Woche dichter Nebel die Beobachtung verhinderte, ist der Abend heute dunstig, aber klar. Da der Termin nicht ausgebucht war, nutzten auch einige Teilnehmer vom ersten Termin diesen heutigen Abend für einen Blick zum Mars. Dr. Ernst Göbel führt uns noch einmal vor seinem Ruhestand durch die Sternwarte.

Dr. Göbel begrüßt die Gruppe im nächtlichen Sternwartenareal,
hoch über uns der strahlend rote Mars
Für eine Insitutsführung bleibt heute keine Zeit. Jederzeit kann Hochnebel einfallen, und das will niemand riskieren. Also wird in aller Kürze über Gebäude und Institut informiert.

Sehr kurze Erläuterung des Instituts
Rasch geht es hinauf zum Großen Refraktor. Paul Beck assistiert bei der Führung. Damit wir lange beobachten können, muss noch einmal die Nachfürhung aufgezogen und Mars dann neu eingestellt werden.
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Der Hmmel meint es gut mit uns, das Seeing ist nicht schlecht; die knapp 20 anwesenden Personen erzeugen zwar ein leichtes Kuppelseeing, doch es hält sich in erträglichen Grenzen. So können wir Mars lange beobachten. Visuell muss man schon einige Zeit durch das Fernrohr schauen, um alle Details aufnehmen zu können. Abblenden des Refraktors auf ca. 40 cm Durchmesser verbessert die Situation. Die Webcam sieht Mars allerdings schärfer und kontrastreicher.

So kontrastreich erscheint Mars nur der Webcam
Zuletzt genießen wir noch vom Rundgang der Kuppel den Ausblick auf die im Dunst liegende Stadt und erleben einen beeindruckenden Monduntergang.

Der Mond versinkt über Gersthof
Nach rund drei Stunden haben wir uns am Mars sattgesehen; einige sind im Gedanken bei ihren eigenen Fernrohren, vielleicht entsteht in dieser Nacht die eine oder andere bemerkenswerte Marsaufnahme.
Vielen Dank an Dr. Göbel für die kurzweilige Führung!
Text und Fotos: Alexander Pikhard