Schon vor einigen Wochen hatte mich eine meiner Kolleginnen in der Schule gebeten, für den Freigegenstand Science einen Beobachtungsabend zu machen. Doch leider spielte zunächst das Wetter nicht mit. Daher beschlossen wir, es am 5. 12. auf jeden Fall zu versuchen. Sollte das Wetter nicht schön sein, wollte ich am Computer den künstlichen Sternenhimmel zeigen.
Den ganzen Tag über war das Wetter eindeutig schlecht. Daher war meine Überraschung groß, als ich bereits auf dem Weg in die Schule über dem Grünen Berg den Mond und Venus sah. Also umdrehen und Teleskop auch noch einpacken.
Was am Nachmittag noch niemand für möglich gehalten hatte trat ein: wir konnten tatsächlich ein bisschen beobachten. Die Wolken verdeckten zwar Mond und Venus recht schnell, aber Mars hielt sich hartnäckig zwischen den Wolken. Details waren zwar leider nicht mehr zu sehen, aber ein deutlich orangenes Scheibchen war zu erkennen.
|
|
|
Doch mehr hatte der Himmel nicht zu bieten. Daher übersiedelten wir nach einiger Zeit in den Chemiesaal und ich packte Laptop und Videobeamer aus. In der Zwischenzeit erklärte Reinhard Tlustos, der die Aktion mit mir durchführte, anhand des Marsglobus die "Sehenswürdigkeiten" auf dem Mars. Danach konnten wir dann einen Blick auf den künstlichen Himmel des Computerprogramms werfen, die Himmelsbewegung durch die Nacht verfolgen und einige besondere Objekte heranzoomen.
|
|
|
Nachdem wir den Mars zuerst live bewundern hatten, zeigte ich nun verschiedene Bilder der NASA und ESA Marsmissionen her. Von Olympus Mons, dem größten Berg des Sonnensystems bis hin zu den kleinen Hämatitkügelchen, die von einem der beiden Marsrover gefunden worden waren, reichte die Pallette der Ansichten vom Roten Planeten. Zum Abschluss gab es dann noch einen kleinen Abstecher zum Saturnmond Titan und der so erfolgreichen Cassini/Huygens Mission. Dann wurde es höchste Zeit, Schluss zu machen. Das große Interesse der Schüler hatte die Zeit viel zu schnell vergehen lassen. Vielleicht ergibt sich im zweiten Semester nocheinmal die Gelegenheit auf einen Blick zum Himmel - auf Saturn oder Jupiter.

Die Bilder von Mars und Titan lassen die Zeit wie im Flug vergehen.
Text: Anneliese Haika, Fotos: Reinhard Tlustos