Sternabend am Cobenzl

Cobenzl, 12. 10. 2005

20051210hla16.html

Beobachter:Roland Graf, Harald Labenbacher
Datum:10. 12. 2005
Zeit:16.30 bis 21.30 MESZ
Ort:Cobenzl
Instrument:18" Dobson, 10" Schmidt-Cassegrain
Bedingungen:
Durchsicht:ausreichend (3)
Aufhellung:ausreichend (3)
Seeing:sehr gut (1)
Freis. vis. Grenzgroesse:4.0
Temperatur: - 6 °C
Luftfeuchtigkeit:trocken
Wind:leicht aus N
Bericht:

Sternabend am Cobenzl

Um 16:30 treffe ich am Cobenzl ein, (fast) gleichzeitig mit mir und zu meiner großen Freude Harald Labenbacher, so bin ich entgegen meiner Erwartung nicht alleine. Da noch Zeit bis zum offiziellen Beginn ist, genehmigen wir uns Kaffee und Kuchen im Lokal, was uns allerdings den Blick mit dem Teleskop auf die Venus kostet, sie erscheint nur kurz und strahlend in einem Wolkenloch. Wir bauen eilends die Teleskope auf. Mond und Mars zeigen sich hinter den sich auflösenden Wolken.


Abenddämmerung


Aufbau nahe beim wärmenden Kaffee


Bereit für Besucher

Die schnelle nördliche Höhenströmung und die Thermik der Stadt lassen allerdings nichts Gutes erwarten. Wir schauen zunächst mit schwacher Vergrößerung auf den Mars, das rote Scheibchen zeigt Details! Also 300x,430x das Bild bleibt scharf!! Das Gleiche beim Mond, in den Kraterabhängen und Ebenen sind feinste Strukturen erkennbar. Jetzt kommen auch schon die ersten Gäste - ca. 35 Personen besuchen uns, davon etwa die Hälfte aufgrund unserer Ankündigung. Der Herr des Cobenzl ist auch wieder mit Begeisterung dabei.


Kälte-feste Beobachter ...


... staunen über Mond und Mars

Wir bleiben bis ein Blick auf den Saturn möglich wird. Zwischendurch wird abwechsend Tee getrunken und im Kreis gelaufen, es hat -6°C ! Trotz der Kälte ein wirklich vergnüglicher und interessanter Abend für alle.

Das wirklich gute Seeing dieses Beobachtungsabends ist mir ein Rätsel, dem man nachgehen sollte. Unter welchen meteolologischen Bedingungen ist das Seeing wirklich gut oder schlecht und welcher Art ist es? Konrad Lorenz hat einmal gesagt: "Was man denkt ist meistens falsch. Erst wenn man etwas untersucht, weiß man nachher etwas".

Text: Roland Graf, Fotos: Roland Graf, Harald Labenbacher