Mars und Saturn

Wien 12, 29. 01. 2006

20060129api20.html

Beobachter:Alexander Pikhard
Datum:29. 01. 2006
Zeit:20.00 bis 23.30 MEZ
Ort:Wien 12
Instrument:12" Meade LX200, Philips ToUCam pro, StarlightXpress MX916
Bedingungen:
Durchsicht:gut (2)
Aufhellung:ausreichend (3)
Seeing:ausreichend (3)
Temperatur:-4 °C
Wind:kein
Bemerkungen:Nach 23.30 Uhr Aufzug von Hochnebel.
Bericht:

Der Abend ist noch recht klar und so beschliesse ich, ein paar alte Bekannte am Himmel zu besuchen. Zunächst einmal den Mars. Es erstaunt mich, wie viele Details ich visuell erkennen kann bei nur mehr 8" scheinbarem Durchmesser. Ich wage mich, trotz nicht allzu optimalem Seeings, an ein Webcambild mit 2x Barlowlinse, also F=6m (f/20).


Mars, ca. 300 Frames, IR Passfilter, F=6m, Originalgröße

Es ist die "schöne" Seite des Planeten mit Sinus Meridiani, Mare Acidalium und dem sehr detailreichen Mare Erythraeum. Und ja, einige der kleinen Features kommen immer noch heraus und nach wie vor ist die Südhalbkugel des Planeten ungewöhnlich dunkel.

Etwas später dann Saturn. Auch wenn das Seeing nicht so gut ist, nehme ich ihn mit der gleichen optischen Konfiguration wie Mars auf, als Größenvergleich. Die Ringe sind jetzt, fast zwei Tage nach der Opposition, immer noch bestechend hell und die Strukturen in der Atmosphäre des Planeten beeindruckend.


Mars, ca. 1000 Frames, IR Passfilter, F=6m, Originalgröße

Ich mache mich an die Saturnmonde und schiesse ein paar Aufnahmen mit nur f/6.3 und der StarlightXpress CCD-Kamera. Da ist Saturn zwar überbelichtet (trotz Komposit), doch der schwache Mond Hyperion (ca. 15 mag) ist auch mit im Bild.


Saturn mit Monden, Innenbereich 1 Sekunde, Außenbereich 90 Sekunden belichtet.
StarlightXpress bei f/6.3.

Als ich zu Iapetus und Phoebe schwenken will, zieht Hochnebel auf. Ende der Beobachtung.