Atkinson Observatory

Nelson, Neuseeland, 03. 02. 2006

20060203aus00.html

Beobachter:Angel Usunov
Datum:03. 02. 2006
Ort:Nelson, Neuseeland
Instrument:8x50 Fernglas und 8x50 Sucherfernrohr
Bedingungen:
Temperatur:15 °C
Bemerkungen:Sehr Wolkig
Bericht:

Nu binn ich endlich in Nelson angekommen und ueber den Jet Lag hinweg, da bietet sich mir die erste gelegenheit den Suedhimmel zu bestaunen. In den ersten Naechten schweife ich einfach nur mit dem Feldstecher durch die Milchstrasse, Magellansche Wolken, Plejaden(sehr tief) und M42. In Nelson herrscht das beste Wetter in Neuseeland - Nirgendwo scheint die Sonne laenger. Tagsueber besuche ich mit meiner Gastfamilie mehrere Straende. Eigentlich sollte dem Astrovergnuegen abends nichts im Wege stehen, da es nachts nicht zuzieht. Da beschliesse ich die Atkinson Sternwarte tagsueber zu besuchen. Laut karte befindet sich die Sternwarte nicht mal 3 Kilometer von unserem Haus entfernt, deshalb beschliesse ich sie mit dem Fahrrad zu erkunden. Doch wie es sich fuer eine Sternwarte gehoert liegt sie erstens auf der spitze eines gut 300m hohen huegels, zweitens kommt man nicht direkt rauf sondern muss von der anderen Seite des Huegels rauf. Oben angekommen - nichts. Nicht einmal ein ein Infozettel. Doch zum Glueck erfahre ich vom Nachbarn(einem Netten Kiwi der sogar Oesterreich besucht hat) wo der lokale Astroverein zu finden ist. Zuem glueck gab es am folgenden Tag einen "Astrotreff", wo ich nicht fehlen darf. Nachdem ich endlich das Gebeude gefunden habe in dem der Astrotreff stattfindet, erfahre ich, nach einem spannenden vortrag ueber kollidierende Sterne, dass es am Daruf folgenden Tag, Freitag dem 3. einen Sterenabend gibt. Ich radele zum zweiten mal den Berg rauf(diesmal die kuerzere route, die mir der alte Herr gezeigt hatte) und was sehe ich Wolken!- Ja, genau die ersten Wolken seit einer Woche! - Und zwar am ganzen Himmel! Aber ich darf zumidest die Stermwarte betreten uned sehe einen uralten 5 Zoll refraktor mit einer Uhrwerksnachfuehrung. Sicher etwa so alt wie das Teleskop in der Universitaetssternwarte. Ich erfahre, das diese Telskop beim vorletzten Venustransit an den Messungen beteiligt war.- Ein histroisches Geraet. Zumindest erhasche ich einen Blick auf den Mond(die Optik ist in Tadellosem Zustand) und radle nachdem ich Sirius und einen anderen Stern durch eine Wolkenlueke gesehen habe heim. Das naechste mal wieder in einem Monat! - Man muss halt Pech haben! Um noch eins draufzusetzen is die Milchstrasse heute(Samstag 04.02.2006)unglaublich! Ich hoffe aber dennoch frueher zum Beobachten zu kommen, da es in der Schule Astronomie als Lehrfach geben soll, und es gibt vielleicht auch freiwillige Praxisabende. Doch genaueres erfahre ich erst am Dienstag, sobal die Sommerferien enden. Ich wuensche allen Kollegen auf der anderen Seite clear skys und glaubt nicht dass ich mit dem Kopf nach unten haenge. Das haengt nur vom Stanndpunkt des Betrachters ab und ist wie alles relativ.