Zunehmender Mond

Wien 12, 02. und 03. 03. 2006

20060302neb00.html

Beobachter:Alexander Pikhard, Natalie Ebner
Datum:02. und 03. 03. 2006
Ort:Wien 12
Instrument:Minolta Dimage Z3
Bedingungen:
Durchsicht:sehr gut (1)
Seeing:schlecht (4)
Bemerkungen:Am 2.3. kalt und sehr klar, am 3.3. wärmer, aber häufig Wolken.
Bericht:

Spätwinter, das ist wegen der Lage der Ekliptik zum Horizont die beste Zeit, die dünne, zunehmende Mondsichel zu beobachten. Vor allem in der Abenddämmerung ein sehr hübscher und auch interessanter Anblick.


Abend des 2. März

Vor allem das aschgraue Mondlicht, der Erdschein, ist sehr deutlich. Kein Wunder, auf dem Mond herrscht ja noch fast "Vollerde" und die Erde strahlt am Himmel des Mondes rund 100x so hell wie der Vollmond vom irdischen Himmel.


Aschgraues Mondlicht am 2. März, 4 Sekunden bei 100 ISO

Das Seeing ist nicht besonders und der Anblick im Fernrohr daher beeinträchtigt. Eine Aufnahme mache ich aber doch durch das 12" LX200 mit 75mm Projektionsokular.


Mond im 12" LX200

Die markante Kraterkette Langrenus - Vendelinus - Petavius - Furnerius (im Bild genau "unten" am Terminator, Krater von rechts nach links) ist heute sehr markant beleuchtet. Das Seeing lässt leider keine weiteren Details zu und auch weitere Beobachtungen sind nicht mehr möglich, da Wolken aufziehen.

Am Abend des 3. März der umgekehrte Effekt, es klart auf. Wieder beeindruckt der Mond am Abendhimmel.


Abend des 3. März

Das aschgraue Mondlicht ist immer noch sehr auffällig, wenn auch die Mondsichel dicker geworden ist und daher wesentlich mehr den schwachen Erdschein überstrahlt.


Aschgraues Mondlicht am 3. März

Wegen der unsicheren Wetterlage kommt heute kein Fernrohr zum Einsatz. Das Tele der kleinen Minolta muss reichen; es zeigt, dass das Mare Crisium jetzt schon zur Gänze zu sehen ist.


Mond mit ein paar Details

Jetzt wäre es schön, von Abend zu Abend so weiterzumachen. In unseren Breiten ein hofflungsloses Unterfangen.