Beobachtung

Hornsburg, 22. 05. 2006

20060522tsi21.html

Beobachter:Theo Simon
Datum:22. 05. 2006
Zeit:21.50 MESZ
Ort:Hornsburg
Instrument:10" Dobson
Bedingungen:
Durchsicht:gut (2)
Aufhellung:gut (2)
Seeing:ausreichend (3)
Freis. vis. Grenzgroesse:5.0
Temperatur:17 °C
Wind:maessig aus SE
Bericht:

Lange stand der für heute geplante Beobachtungsabend in Frage. Erst nach 21Uhr entschied ich mich dazu und begann meine Ausrüstung im Auto zu verstauen. Ich sollte es nicht bereuen.

Als ich um 21:50 an meinem ausgewählten Beobachtungsplatz in Hornsburg ankam, waren zwar noch immer hohe Föhnwolken die die Durchsicht störten, doch im Süden und Osten schien es besser zu werden. Es war eh noch zu hell. Also mussten die Planeten zunächst herhalten. Ein Abschiedsblick zum Mars, der aufgrund des Tiefstandes und dem dadurch mäßigen Seeing ein sehr bewegtes Bild abgab. Saturn gab es da schon wesentlich ruhiger, obwohl gerade jetzt die Föhnwolken den Blick trübten. Entschädigend wirkte da auch der Anblick von M 44 im Sucher und mit geringer Vergrößerung. Dafür war der Anblick von Jupiter ungetrübt. Die vier Monde waren schön aufgereiht, wenn auch nicht in einer Linie. Jetzt war es endlich dunkel genug und die Föhnwolken haben sich im Augenblick auch fast völlig verzogen. Nichts konnte meinen Datendrang nun trüben. Ich begann mit meinem Lieblingshaufen + den Doppelsternhaufen NGC 869/884 im Perseus. Obwohl sehr tief stehend und das Seeing dementsprechend darf er bei einem Sternenabend nicht fehlen. Er ist immer schön zu beobachten. Mit dem Galaxienpaar M 81 und M 82 setzte ich meine Beobachtung fort und war nun richtig begeistert. Der darauf folgende Eulennebel M 97 war dann eine schöne Herausforderung. Nur mäßig hell, schön rund, kreisförmig, Augen nicht erkennbar. Auch die schwache Kantengalaxie M 108 durfte ich an diesem Abend erstmals in meine Objektliste eintragen. Ebenso den Kugelsternhaufen M 3. Ein wirklich prachtvoller Kugelsternhaufen der dem Herkuleshaufen M13 um nichts nachstehen dürfte, den ich danach besuchte. Zweimal schwenkte ich von einem zum anderen, um einen Unterschied feststellen zu können. Ich badete meine Augen sozusagen in einem Meer von Sternen, konnte jedoch keinen wirklichen Unterschied feststellen. Traumhaft! Den Abschluss meines Beobachtungsabends bildete dann der Ringnebel, M 57. Danach hatte ich eigentlich noch nicht genug, aber wieder aufkommende Wolken und die Tatsache, dass um 4Uhr früh der Wecker unerbitterlich läuten wird, lassen mich diesen Sternenabend zufrieden beschließen.