| Beobachter: | Alexander Rossi | ||||
| e-Mail: | a.rossi@tinostone.com | ||||
| Datum: | 18. 06. 2006 | ||||
| Zeit: | 19.00 bis 23.30 MESZ | ||||
| Ort: | Sofienalpe | ||||
| Instrument: | 7" Intes Maksutov Newton MN 78 | ||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Heute war es also soweit. Mein vor einem Jahr erstandener und aus dem schönen Sprockshövel bei Wuppertal/BRD nach Wien transportierter MN78 atmet erstmals Luft im Wienerwald. Warum jetzt erst? Ganz einfach: Bandscheiben OP ließ kein Tragen der Montierung oder des Tubus zu. Diesmal aber ließ ich mich nicht lumpen und führte das ganze Equipment aus. Habe bereits in den letzten Tagen begonnen, Stück für Stück ins Auto zu verfrachten um dann Sonntags nicht zuviel aufeinmal tragen zu müssen. Um 18h45 bereits oben,- als erster - das Gras war gemäht und nach einem Blick aufs Wetter begann das fröhliche Aufstellen. Zuerst mal EQ6 - das unterste Limit für dieses Teleskop visuell, da er ja doch ca. 14kg leicht ist, aber der lange Hebel (ca. 170cm Länge mit Taukappe) Dann Kabel für Montierung, Taukappenheizung, Lüfter und Motorfokussierer angeschlossen. Um 20h30 half mir dann lobenswerterweise Roland bei der Kollimierung dieses "Monsters". Ist deshalb sehr entscheidend, da der Fangspiegel nur einen sehr kleinen Durchmesser hat. Der MN78 hat eine Obstruktion von nur 13,2 Prozent !!! . Kann sich also, wenn wirklich gut kollimiert und ausgekühlt, mit einem 6" Apo messen. Fürs erste Mal und ohne Anleitung haben wir ihn auch recht gut hinbekommen, anläßlich eines Sterntests bei Albireo - wunderschön bei defokussierten Sternen eine in 2 Farben leuchtende 8 - haben wir gemerkt, daß da noch was geht ...... Der erste Blick galt eigentlich dem Sender zum Fokussieren, doch da ging nix. Zuwenig Weg, es fehlten ca, 2cm. Also eine Verlängerungshülse - aber so eine kurze hatte niemand. Also das 1,25" Reduktionsstück ein Stück herausgeholt und dann ging es. Zuerst mal Jupiter bei allen Vergrößerungen bis zum 4,8mm Meade 5000 herunter. Soweit ging es diesmal mit dem Seeing und obwohl ich da sicher kein zu versierter Beobachter bin, faszinierte mich das gesehene sehr. Scharfe Monde selbst bei hohen Vergrößerungen waren nicht überall zu sehen. Und das alles bei nur 17cm Spiegeldurchmesser. Danach noch rasch Mars und Saturn bevor sie untergingen. Und dann habe ich mir noch Albireo angesehen - fokussiert und defokussiert. Das war es fürs erste mal, Kugelsternhaufen oder Sternhaufen habe ich diesmal noch nicht versucht. Aber ich habe ja noch viel Zeit .......... Alles in allem ein faszinierendes Gerät.
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