Mond und Jupiter

Wien 12, 04. 07. 2006

20060704api20.html

Beobachter:Alexander Pikhard
Datum:04. 07. 2006
Zeit:20.00 MESZ
Ort:Wien 12
Instrument:12" Meade LX200, Canon EOS 350D, Philips ToUCam Pro
Bedingungen:
Durchsicht:sehr gut (1)
Aufhellung:gut (2)
Seeing:gut (2)
Wind:leicht
Bericht:

Was für ein wunderbarer Abend, strahlend klar, warm, etwas windig. Der Mond strahlt vom hellen Himmel. Mit fortschreitender Dämmerung wird er kontrastreicher. Gutes Seeing, das gibt bei 40 Aufnahmen (1/250s, 200 ISO) durch das 12" LX200 bei f/6.3 eine wirklich scharfe Mondaufnahme.


Mond, gestackt aus 40 Aufnahmen bei f/6.3, stark verkleinert.

Schade, dass ich das Bild nicht in Originalgröße wiedergeben kann - Registax scheitert an 8 Megapixel-Bildern, abgesehen von der Bildschirmauflösung.

Ein Blick zum nahe stehenden Jupiter. He, was ist das? Ein Laie würde angesichts von sieben Jupitermonden in Verzückung fallen, ich gehe der Sache natürlich auf den Grund.


Das Rätsel ...


... und seine Lösung

Jupiter hat sich in eine kleine, unscheinbare Sterngruppe in der Waage verirrt, zusammen mit seinen vier Galileischen Monden macht das ein hübsches Bild. Wobei Callisto, die heuer aufgrund der weiten Öffnung der Mondbahnen keine Bedeckungen oder Verfinsterungen erfahren kann, reizvoll unterhalb des Jupitersüdpols steht.

Das Seeing ist gut, also muss die Webcam herbei.


Jupiter um 22.25 Uhr MESZ, oberhalb (südlich) Callisto. 1200 Aufnahmen bei F=4,5m.
Zentralmeridian: System I = 0°, System II = 204°. Verkleinert.

Hätte das Seeing nicht gestern auch so gut sein können, als GRF und Red Junior zu sehen waren? Offenbar nicht. Na ja, Donnerstag ist die nächste Chance.