Abenteuer Astronomie

Langenzersdorf, Seeschlacht, 15. Juli 2006

In den Sommermonaten ist das Erholungsgebiet Seeschlacht in Langenzersdorf bei Wien ein beliebter Veranstaltungsort für unsere Kinder- und Jugendaktivität "Abenteuer Astronomie". Heute stellen wir unsere Mobile Sternwarte beim Badeteich auf und sprechen damit vor allem Familien an, die noch nie einen engeren Kontakt mit der Astronomie hatten; quasi unsere Ferienspielstation, die derzeit ohnedies auf Tournee ist, hier in Langenzersdorf bei Wien.


Die Mobile Sternwarte am Badeteich


Zunächst Sonne im Weißlicht und Hα

Ein Doppelfernrohr zur Beobachtung der Sonne im Weißlicht (Baader-Folie) und Hα (Coronado PST) ist ein erster Publikumsmagnet, leider spielt die Sonne nicht mit. Sie zeigt sich gänzlich fleckenfrei, wenigstens eine kleine Protuberanz ist zu sehen. Es muss eine andere Attraktion her, zumal auch dichtere Wolken durchziehen: Raketen!


Die Rakete wird betankt


Der Countdown läuft

Viele erwarten gebannt den ersten Start; wie weit wird die Rakete wohl fliegen?

Ein ganz guter Flug, und das nur mit Luft als Antrieb, noch kein Wasser. Nach der Landung fehlt eine Stabilisierungsflosse. Auf den Aufnahmen des Fluges erkennt man aber, dass diese Flosse vielleicht schon beim Start beschädigt wurde und daher auch für die eigenartige, korkenzieherförmige Bahn verantwortlich zeigt. Toll: Ein WAA-Raketen-Flare (Bild 4 und 5): Die Sonne spiegelt sich am Boden der Plastikflasche, die den Raketenkörper bildet.

Später starten wir auch mit Wasser:


Woooosh!

Die Sonne versinkt hinter den Bäumen und, noch immer recht spät, unter dem Horizont. Doch bald ist Jupiter zu sehen und der - vor allem weltraumtechnische - Nachmittag geht in einen Sternabend über.


Das 10" LX200GPS zeigt Jupiter, auch mit der Webcam


Der 18" Dobson zeigt uns später auch so maches schöne Deep Sky Objekt


Jupiter, detailreich trotz nicht allzu gutem Seeing


Sterngucken in der Dämmerung


Schon kann man Sternbilder suchen

Es war eine Fortsetzung des Ferienspiels und wir haben sicher wieder einige Kinder und Jugendliche für Astronomie interessiert. Etwas mehr Werbung täte nicht schlecht, doch daran arbeiten wir. Bis dahin lautet die Devise einfach: "Weitererzählen!".

Text und Fotos: Alexander Pikhard