Beobachtung

Sophienalpe, 02. 08. 2006

20060802mwo21.html

Beobachter:Matthias Wolf
Datum:02. 08. 2006
Zeit:21.30 bis 00.10 MESZ
Ort:Sophienalpe
Instrument:12" GSO Dobson
Bedingungen:
Durchsicht:gut (2)
Aufhellung:gut (2)
Seeing:gut (2)
Freis. vis. Grenzgroesse:5.0
Temperatur:16 °C
Luftfeuchtigkeit:?
Wind:leicht
Bemerkungen:Angaben über Bedingungen für stadtnahe Verhätnisse!
Bericht:

Nachdem der am Balkon am Tivoli spontan um 20:45 aufgestellte 4"er Spaß gemacht hatte, und in Horizontnähe einen verblüffend klaren und ruhigen Jupiter und eine schöne Mondsichel (naja, Halbkugel) gezeigt hatte, haben Karin und ich doch noch zusammen gepackt und sind auf die Spohienalpe gefahren. Was kein Fehler war, wie sich heraus stellen sollte: das von BOLAM für den Vorabend errechnete Wolkenloch (von geschätzten schlappen 30000km+) hatte sich allem Anschein nach mit ca 24h Verspätung eingefunden. Wir taten dasselbe gegen 21:30, es war schon fast dunkel. Ich weiß nicht, ob es eine Vorschrift gibt, die es verbietet eine Deepsky-Nacht Anfang August um 21:30 mit etwas anderem als dem Ringnebel zu beginnen. Aber falls nicht lautet mein Vorschlag: einführen! Genau im Zenit, und dadurch sehr klar, ist er im Weitwinkelokular schnell gefunden. Dann tasten wir uns weit über die maximale Auflösung bis 833x, und immer noch gibt es ein erkennbares Bild (auch wenn es eher Aussieht wie der verblassende 4-5 Tage alte blaue Fleck, den ein Squashball hinterlassen hat). Als ehemaligem Perry Rhodan-Leser steht es mir gar nicht frei, M13 nicht anzuschauen, also erledigen wir auch das sofort. Klar und ruhig und riesig wie immer, aufgelöst bis in die Mitte hinein ist er wirklich einer der schönsten, wenn nicht der schönste Kugelsternhaufen. Dann geht die Probiererei los. Wir sind froh, allein auf der Sophienalpe zu sein, denn nach 15 Jahren Pause als jetzt-wieder-Lernender bringen mich die GOTOs (die vermutlich am Raumschiff Enterprise wohl schmerzlich vermisst werden dürften ;-) ) immer irgendwie in Stress. So ist aber Muße, Zeit und Ruhe vorhanden, und wir finden auch noch M92, und danach M3 (obwohl relativ nahe dem Horizont ein sehr schöner Anblick) und M11. Und obwohl die Nacht ruhig und lau und klar ist, sind wir so müde, dass wir den Zusammenbruch des Laptopakkus und das Nicht-Mitgenommen-haben anderer Karten als willkommene Ausrede benutzen, gegen 0:10 abzubauen und nach Hause zu fahren. Fazit: Gelungen Text: Matthias Wolf