| Beobachter: | Alexander Pikhard |
| Datum: | 26. 09. 2006 |
| Zeit: | 19.30 MESZ |
| Ort: | Wien 12 |
| Instrument: | Canon EOS 350D mit 80-300mm Tele |
| Bericht: | Ein milder, recht stimmungsvoller Herbstabend; tief am Himmel steht die dünne Sichel des zunehmenden Mondes.
Der Mond geht bald unter. Kein Wunder: Die zunehmenden Mondphasen sind im Herbst nicht gut zu beobachten, dafür aber die abnehmenden. Im Frühjahr ist es genau umgekehrt. Denn: Im Ersten Viertel zieht der Mond im Herbst (im Mittel) entlang der Tagesbahn, die die Sonne im Winter beschreibt (tief), und vor dem Ersten Viertel fällt der Mond auch noch. Im Letzten Viertel zieht der Mond im Herbst entlang der Tagesbahn, die die Sonne im Sommer beschreibt (hoch); und vor dem Letzten Viertel steigt der Mond auch noch. So kommt ja der Erntevollmond zustande. Der Untergang des Mondes wird noch vom Jupiter tief im Südwesten verziert.
Ein untrügliches Zeichen, dass die Sichtbarkeit des Jupiter endet. Denn ein äußerer Planet beginnt seine Sichtbarkeit am Morgenhimmel. Begegnungen finden dann mit dem alten, abnehmenden Mond statt. Von Monat zu Monat begegnet dann der immer etwas jüngere, dickere Mond dem Planeten, bis es um die Opposition zu einer Begegnung um Vollmond kommt. Nach der Opposition verlagern sich die Konjunktionen von Mond und Jupiter auf immer jüngere Mondphasen, und am Ende der Sichtbarkeit stehen dann Begegnungen mit der dünnen, zunehmenden Mondsichel in der Abenddämmerung. So wie heute. So lehrreich kann ein Blick zu einem verträumten, leicht dunstigen Dämmerungshimmel sein! |