| Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||||||||||||
| Datum: | 29. 09. 2006 | ||||||||||||||
| Zeit: | 19.00 bis 03.00 MESZ | ||||||||||||||
| Ort: | Raiffeisen Volkssternwarte Mariazell | ||||||||||||||
| Instrument: | 5" f/9 Astrophysics Refraktor, Canon EOS 350D, visuell auch andere | ||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Es ist die erste Nacht im Rahmen des heurigen CCD-Workshops in Mariazell; die Sternwarte ist einmal mehr der Mittelpunkt der CCD-Szene. Man trifft sich zum Fachsimpeln und angesichts einer wunderbaren Nacht wird auch beobachtet. Es wird eine von zwei Bilderbuchnächten, daher sollen hier auch mehr die Bilder sprechen.
Überraschender Weise wird mehr fachgesimpelt als beobachtet, dadurch gibt sich Gelegenheit für zahlreiche Fotos.
Noch steht der zunehmende Mond am Himmel, tief, aber hell. Er ist daher das erste Beobachtungsobjekt.
Die hellen Flares von Iridium 60 (-8 mag!) und Iridium 96 (-3 mag) im Abstand von nur drei Minuten an der gleichen Stelle des Himmels verkürzen die Wartezeit auf das Verschwinden des Mondes.
Dann geht der Mond unter ...
... und wir tauchen in eine herrliche Deep Sky Nacht ein.
Eines ist anders als in den früheren Jahren hier am Workshop: Keine Laptops mehr am Fernrohr, kein Kabelgewirr von CCD-Kameras. Die DSLR hat die Astroszene erobert, nein, überrannt. Nur mehr Semiprofis arbeiten mit den gekühlten Kameras, überall sonst haben die handlichen, kompakten digitalen Spiegelreflexkameras die klassische astronomische CCD-Kamera abgelöst. In der Kuppel hängen bis zu drei Kameras gleichzeitig an den Rohren. Zunächst mache ich mit 18mm einige Weitfeldaufnahmen.
Es wird mehr fachgesimpelt als beobachtet, und so gibt es viel Zeit am Fernrohr. Aufgrund des schlechten Seeings sind Aufnahmen am 16" LX200 nicht sinnvoll; der 5" Astrophysics-Refraktor wird das Gerät der Wahl, obwohl mit f/9 etwas "langsam".
Und dann ...
... geht Orion auf!
Der Orionnebel ist einfach der Klassiker. Jetzt aber zu schwierigeren Objekten.
OK, schwache rote Nebel sind die Grenze für eine "normale" DSLR. Hier sind die CCDs sicher noch überlegen. Die Deep Sky Fotos hier sind übrigens alle nur rasche Erstausarbeitungen (Dukelstromabzug, Verkleinerung, Ebenenausgleich) ohne große Tricks, vielleicht mit Ausnahme des Orionnebels, der ein Komposit aus zwei Aufnahmen ist. Fortsetzung folgt! |