| Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||||||||||||
| Datum: | 30. 09. 2006 | ||||||||||||||
| Zeit: | 19.00 bis 03.30 MESZ | ||||||||||||||
| Ort: | Raiffeisen Volkssternwarte Mariazell | ||||||||||||||
| Instrument: | 5" f/9 Astrophysics Refraktor, Canon EOS 350D, visuell auch andere | ||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Fortsetzung folgt, hieß es im letzten Bericht. Am Nachmittag sieht es gar nicht nach einer zweiten Beobachtungsnacht im Rahmen dieses CCD-Workshops aus, es gibt sogar gewittrige Schauer. Doch am Abend klart der Himmel auf.
Der Mond ist auch weiter gewandert und hat zugenommen, doch nach wie vor steht er tief. Herbst, das ist nicht die Zeit, den zunehmenden Mond zu beobachten. Dazu gibt es den Frühling.
Die Nacht entwickelt sich gut; erst geht der Mond unter, ...
... und auch die Cirren verschwinden bald und geben einen Sternenhimmel frei, noch klarer, noch brillanter als in der Nacht zuvor. Wer soll das bloss aushalten? Unfaßbar; die meisten sitzen hinter ihren Computern im hell erleuchteten Aufenthaltsraum der Sternwarte; auch gut, so bleibt einer kleinen Gruppe um Walter Wondrak von der Kuffner-Sternwarte und mir jede Menge Zeit am Fernrohr. Nach Mitternacht wage ich mich auch, obwohl sehr müde, an ein paar Aufnahmen.
OK, der Bubble-Nebel ist zu klein bzw. 1050mm ist zu wenig Brennweite. Aber das Feld ist schön.
Dass NGC 7023 offenbar nur der von einem sehr hellen Stern beleuchtete Teil einer größtenteils dunklen Staubwolke ist, ist beeindruckend.
Gut, Sternhaufen sind schön, aber einen Klassiker möchte ich noch ...
Im Tal wird der Nebel immer dichter.
Darüber strahlen die Sterne immer klarer.
Nach 2 Uhr beobachten wir nur mehr visuell, und gegen 3.30 Uhr gebe ich erschöpfungsbedingt auf. Zwei traumhafte Nächte! Und das Fazit: Astrofotografie ist wieder einfacher geworten. Eine Kamera genügt, eine (sehr) gute Nachführung ist Voraussetzung. Das wichtigste aber ist Zeit. Zeit für lange Belichtungsserien und viel Zeit bei der Ausarbeitung. Das ist dann der Stoff, aus dem die Astrofototräume sind. Und das war auch die Erkenntnis dieses CCD-Workshops. |