Kursabend "Erlebte Astronomie, Teil 1"

Seminarhotel Springerschlössl, 30. November 2006

Fünfter Abend unsers heurigen Kurses "Erlebte Astronomie, Teil 1". Die Planeten von Mars bis Neptun standen auf dem Programm des Vortrags; die inneren Planeten Merkur bis Erde inklusive Mond standen schon am vierten Abend am 16. November auf dem Programm, doch da konnten wir im Anschluss an den Vortrag nur einen ganz, ganz kurzen Blick zum Mond werfen, bevor ihn Wolken verdeckten. Heute ist es umgekehrt, nach Wochen des Hochnebels zeigen sich nach Kursende erste Wolkenlöcher und tatsächlich können wir heute den Blick zum Mond nachholen.

Es trifft uns fast unvorbereitet. Das 10" LX200 der WAA ist zum Glück da, aber keine Kamera. Macht nichts, so können wir das neue Medienzeitalter gleich auch in der Freizeitastronomie auskosten, denn es stimmt ja nicht, dass keine Kamera da ist; die meisten Handys haben eine eingebaut. Mal sehen, ob die auch mondtauglich sind.

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Der Mond durchbricht die Nebeldecke

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Irisierende Wolken um den Mond

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Das Fernrohr ist einsatzbereit ...

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... für einen Blick zum Mond

Der Mond zeigt sich immer länger und immer heller. Die Phase ist heute interessant. Der Terminator verläft direkt durch den Sinus Iridum ("Bucht der Morgenröte") und über das Jura-Gebirge, das heute wieder einmal den berühmten "Mondhenkel" bildet, eine Struktur, die auch schon bei schwacher Vergrößerung gut zu sehen ist.


Mond. Handy-Schnappschuss (Nokia 6280) durch 10" LX200.

Dieser Anblick ist in der Tat reizvoll und wird vielfach bestaunt, mit steigender Vergrößerung. Allzu hoch ist nicht möglich, das Seeing ist eher bescheiden, aber immerhin, wir sehen überhaupt etwas.

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Begeisterte Blicke ...

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... zum Mondhenkel

Dass man mit dem Handy fotografieren kann, wollen doch einige ausprobieren. Zeit haben wir genug, der Mond bleibt lange genug sichtbar.

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Fotoversuche mit Digicam ...

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... und Handy

Fünfter Kursabend, und zum fünften Mal gehen sich ein paar Blicke zum Himmel aus. Es war zwar an keinem der Abende perfekt (zweimal starker Dunst, zweimal aufziehende Wolken und heute Wolkenlöcher). Man kann also sagen, ein sehr runder Kurs in diesem Herbst. Und ja, die 12°C am Abend des 30. November sind auch erwähnenswert.

Text und Fotos: Alexander Pikhard