| Beobachter: | Doris Istrate |
| Datum: | 10. 01. 2007 |
| Zeit: | 16.00 bis 17.15 MEZ |
| Ort: | Alte Donau |
| Instrument: | 10"-Dobson, Olympus C 760 |
| Bedingungen: |
|
| Bericht: | Die strahlend sonnigen Wetteraussichten während des Vormittages ermutigten mich, auch einmal nach dem Kometen McNaught Ausschau zu halten. Natürlich schwirrte dieses Objekt wieder einmal in der "falschen" Himmelsrichtung herum, so dass es von der Terrasse aus nicht zu sehen sein würde. Da wir jedoch an diesem prächtigen "Wintertag" eine Rudertour beschlossen hatten, schleppte ich den Dobson samt Fotoausrüstung kurzerhand in den Ruderklub mit. Dort zeigte sich am späten Nachmittag der Himmel bereits ziemlich bewölkt, aber da noch knapp eine Stunde Zeit war, baute ich recht zuversichtlich meinen Dobson auf.
Die "Mondrakete" sorgte unter den Ruderern (und Ruderinnen), die abwechselnd vorbeikamen, für erheitertes Staunen.
Dann begann das bange Warten. Als die Sonne am blutroten Himmel versank und ihr Licht auch die Alte Donau verfärbte, taten sich einzelne Wolkenlöcher auf, die Anlass zu Optimismus gaben.
Doch die Löcher wurden immer spärlicher, die Wolken immer dichter, der Himmel immer dunkler. Ich hoffte bis zuletzt, dass doch noch ein Wunder geschehen würde, und Venus samt Komet aus der einzigen Himmelsöffnung hüpfen würden, die noch vorhanden war.
Aber umsonst, Wunder geschehen eben nur in Märchen. So packte ich nach 17.15 h meine sieben Zwetschken wieder in den Wagen, ohne den Kometen gefunden zu haben. Aber es war wenigstens ein Erlebnis der anderen Art. Astronomie und Rudern unter einem Hut - warum nicht? Allerdings an einem 10. Jänner, bei + 15° ? Voriges Jahr liefen wir um diese Zeit dort Schlittschuh, von einem Punschstandl zum anderen ... |