Beobachtungsnacht

Sternwarte Mariazell, 26. 09. 2009

20090926api20.html

Beobachter:Alexander Pikhard
Datum:26. 09. 2009
Zeit:20:00 bis 01:30 Uhr MESZ
Ort:Sternwarte Mariazell
Instrument:5" f/9 Astrophysics Refraktor, Canon EOS 350D, DBK 21AU04.AS - USB
Bedingungen:
Durchsicht:ausreichend (3)
Aufhellung:gut (2)
Seeing:sehr schlecht (5)
Wind:maessig aus S
Sonstige Bedingungen:Zu den Bedingungen siehe Bericht.
Bericht:

Zweite Nacht im Rahmen des Mariazeller CCD-Workshops. Heute wird es nicht nebelig werden. Dafür sorgt der föhnige Südwind. Und nicht nur dafür.


Mariazell im Abendlicht mit der leider unvermeidlichen Lichtverschmutzung


Die Stehralm im Licht des Mondes. Links Jupiter, rechts knapp über dem Hochschwab Antares, hinter dem Mond der Schütze

War es gestern der Nebel, der das Beobachten hier verhindert hat, so ist es heute das Seeing, das fast alle Aktivitäten sinnlos erscheinen lässt. Ein Blick zum Mond sagt viel.


Der - an sich - glatte Mondrand


Die Apenninen

Besser geht es wirklich nicht. Also: Brennweite verkürzen ist die Devise. Mit dem f/9 Astrophysics und Registax ergibt sich aus Aufnahmen wie den obigen dann doch folgendes Bild vom Mond im Ersten Viertel:


Der Mond im 5" Astrophysics. Vergleiche mit Bericht vom Vorabend. 50 Aufnahmen gestackt.

An Jupiter ist nicht zu denken. Deep Sky bei verkürzter Brennweite (f/9 Astrophysics mit Meade f/6.3 Reducer gibt ca. f/5) ist die Devise. Und auch da geht noch nicht viel. Ich möchte die Deep Sky-Fähigkeit der DBK Webcam demonstrieren, viel geht nicht.


M13, 62 x 19s, verkleinert (!)


M15, 53 x 19s, verkleinert


NGC 6826, nicht verkleinert (man beachte die Sterne), 49 x 19s.

Kleinere Objekte machen gar keinen Sinn.


Jupiter, links Callisto, Europa und Io, rechts Ganymed


Gamma Andromedae

Harry Strauss hat heute im Workshop gesagt, DSLR-Bilder werden immer scharf. Mal sehen. Genug der Webcam und mit verkürzter Brennweite am Astrophysics auf die 350D wechseln.


M52 und Bubble-Nebel, 15 x 60 plus 5 x 120s. Verkleinertes Gesamtbild.

Na also. Könnte etwas mehr drauf sein bei der langen Belichtungszeit, aber immerhin. Ich steuere zum Andromedanebel. Ich programmiere 15 x 120s und gehe hinein. Irgendwie scheint es mit M31 heute nicht klappen zu wollen. Als ich zum Fernrohr zurück komme, ist der Himmel milchig. Cirren haben ihn überzogen. Mist. Nur drei Aufnahmen sind brauchbar. Nach der 6. Aufnahme kamen die Cirren und von den ersten 6 fällt die Hälfte wegen des Schneckenfehlers der Meade-Montierung aus. So bleiben 3 x 2 Minuten, die zeigen, was drin gewesen wäre ...


M31 mit Begleitern, 3 x 2 Minuten. Verkleinertes Gesamtbild.

Das war's dann wieder. Wir machen den Zubau der Sternwarte dicht und ich packe meine Kameras wieder ein. Draußen Reste vom Sternenhimmel.


Castor, Pollux (durch Cirren schwächer als Castor) und Mars.


Orion geht auf. Der Winter kommt ...