Summer Star Party

Hohe Wand, beim Gasthof Postl, 29.-31. 07. 2011

Summer Star Party. Drittes Teleskoptreffen in diesem unglücklichen Jahr 2011, in dem die ersten beiden wetterbedingt total ausgefallen sind. Doch gerade der heurige Juli ist wettermäßig eine (astronomische) Katastrophe. Zu kühl, eigentlich könnte man sagen, kalt, viel Regen, stürmisch und viele, viele Wolken.

Die Tage im Vorfeld der Summer Star Party sind wettermäßig verheerend und Andreas Pfoser motiviert uns täglich mit seinen Prognosen. Ohne die hätten wohl alle die Hoffnung aufgegeben, am Ende dieser Woche Sterne zu sehen. Doch dann kommt der Freitag.

Freitag, 29. Juli 2011

Auch der Freitag beginnt nicht gerade so, wie man es von einem Astronomiewochenende erwarten würde. Kühl, wolkenverhangen, regnerisch. Erst am Nachmittag wird es heiter, die Sonne kommt heraus. Da kommt Hoffnung auf. Auf der Fahrt zur Hohen Wand präsentiert sich das Land an sich sommerlich, nur die Temperatur, die passt nicht so recht. Es ist zu kühl.


Sommerliche Stimmung in der "Neuen Welt"

Es geht rauf auf die Hohe Wand. Das Wetter ist freundlich, sieht man einmal von einem ziemlich starken Wind ab. Der wird heute noch ein Thema werden.


Blick von oben auf die "Neue Welt"

Der starke Wind hat die Wege und Wiesen getrocknet. Das ist schon einmal eine gute Entwicklung.


Unser Beobachtungsplatz in der Nachmittagssonne

Der Himmel wird immer klarer; der Wind ist aber stark und es ist unangenehm kühl. Warme Adjustierung ist heute angesagt!


Sonnenuntergang

Das schlechte Wetter diese Woche und auch noch heute untertags hat doch nicht alle abschrecken können und so entsteht ja doch eine kleine, feine Star Party mit knapp 10 Teleskopen. Weit entfernt von den Rekorden, die wir hier schon hatten, aber bei dem Wetter in letzter Zeit wirklich kein Wunder.


Aufbauphase in der Dämmerung

Es entsteht ein kleines Teleskoptreffen mit einigen interessanten Instrumenten.

Das Wetter meint es wie gesagt gut mit uns. Der Himmel weitgehend klar, nur am Horizont, vor allem leider im Süden, halten sich hartnäckig ein paar Wolken. Doch hoch am Himmel bietet die Sommermilchstraße viele lohnende Ziele.


Die Sommermilchstraße über der Hohen Wand, im S einige Wolken.

Gegen den Wind hilft nur der richtige Aufstellungsort im Windschatten. Gegen die niedrige Temperatur hilft nur die passende Kleidung. Summer?! Aber der Himmel ist schön.


Star Party. Im Osten gehen Steinbock und Pegasus auf.

Endlich klart es auch im Süden auf, wo vor allem im Schützen schöne Objekte stehen.


Schütze


Steinbock

Der Steinbock ist heuer eine interessante Region: Hier wandert gerade der Asteroid Vesta nahe einer sehr guten Opposition und auch Neptun steht in der Nähe.


Ausschnitt aus dem Steinbock mit Vesta (rote Markierung) und Neptun (grüne Markierung)

Nach Mitternacht werden die Wolken doch wieder mehr. Den Aufgang von Jupiter sehen wir aber noch.


Jupiter geht auf.

So endet die erste Beobachtungsnacht dieser Summer Star Party, sie war besser als erwartet.

Samstag, 30. Juli 2011

Der Samstagmorgen präsentiert sich wolkenverhangen, aber trocken. An Sonnenbeobachtung ist leider nicht zu denken.


Blick von der Hohen Wand

Auch am Nachmittag keine Änderung. Leider scheinen die Wettermodelle zu stimmen.


Beobachtungsplatz

Unser Schlechtwetterprogramm findet aber statt. In einer kleinen, interessierten Runde diskutieren wir über erste Schritte in der Astrofotografie.


Workshopprogramm ...


... in überschaubarer Runde

Draußen kommt für eine kurze Zeit sogar Hoffnung auf.


Die Sonne!


Wilde Wolken und ...


... ein großes Wolkenloch!

Doch das Wolkenloch schließt sich bald wieder. Der Wind wird stärker, die Wolken dichter und am Abend fallen erste Regentropfen. Das wird heute keine Beobachtungsnacht.

Sonntag, 31. Juli 2011

Auch der Sonntagmorgen präsentiert sich wie die Nacht zuvor. Stürmisch, kalt, regnerisch.


Blick vom Waldeggerhaus

Immerhin. Wir hatten eine brauchbare Beobachtungsnacht und die Stimmung war trotz der Umstände gut. So wird die Summer Star Party 2011 in die Annalen eingehen. Schade nur, dass doch die meisten eine Teilnahme nur mehr vom Wetter abhängig machen.


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Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie.
www.waa.at