Komet C/2019 Y4 (Atlas)

Alexander Pikhard
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Der Komet mit der Bezeichnung C/2019 Y4 (Atlas) wurde am 28. Dezember 2019 vom automatischen Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System, kurz ATLAS, auf Hawaii entdeckt.

Bahn:


Die Bahn des Kometen C/2019 Y4 (Atlas) im inneren Sonnensystem.
Aus JPL Small-Body Database Browser.


Die Bahn des Kometen C/2019 Y4 (Atlas) im inneren Sonnensystem.
Aus JPL Small-Body Database Browser.

Komet Atlas durchläuft das innere Sonnensystem auf einer fast parabolischen Bahn und erreicht am 31. Mai 2020 seinen sonnennächsten Punkt (Perihel) in einem Abstand von 0,253 Astronomischen Einheiten (knapp 38 Mio. km) und kommt der Sonne somit näher als der Planet Merkur. Seine Bahn ist mit 45° Neigung stark zur Ekliptik geneigt.

Referenzen:

Sichtbarkeit

Aufgrund der Bahnneigung ergibt sich eine gute Sichtbarkeit des Kometen für die Nordhalbkugel vor und für die Südhalbkugel nach dem Periheldurchgang. Es wird erwartet, dass der Komet um das Perihel eine scheinbare Helligkeit um die 6. Größenklasse erreicht. Für die Nordhalbkugel verschwindet er aber in den Tagen vor dem Perihel rasch vom Abendhimmel.

Vor dem Perihel durchläuft Komet C/2019 Y4 (Atlas) die Sternbilder Großer Bär, Giraffe und Fuhrmann, ehe er im Stier vom Abendhimmel verschwindet.

Im Februar 2020 wurde ein spontaner Anstieg der scheinbaren Helligkeit um zwei Größenklassen beobachtet. Hält dieser an, kann der Komet sogar heller als 0. Größenklasse werden, allerdings in einem Zeitraum, in dem er nicht oder nur schwer zu beobachten ist. Vieles deutet darauf hin und das Minor Planet Center der IAU hat die Helligkeitsparameter des Kometen jüngst entsprechend korrigiert. Zumindest aber könnte Komet C/2019 Y4 Ende Mai in der Abenddämmerung im Nordwesten mit freiem Auge zu sehen sein. Es wäre dies der erste hellere Komet seit Komet C/2006 P1 (McNaught) in den Jahren 2006/2007.


Sichtbarkeit von Komet C/2019 Y4 (Atlas) am Abendhimmel für Wien.
Diagramm erstellt mit Stargazer's Almanac for Windows.

Suchkarten

Die Suchkarten gelten jeweils für 0 Uhr MEZ und wurden erstellt mit Cartes du Ciel. Die Suchkarten dienen nur zur Orientierung. Zum Auffinden oder einstellen am Fernrohr empfehlen wir die Verwendung aktueller Smartphone- oder Tablet-Apps.


Ein Beobachtungstipp der WAA
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