Die Vermessung des Unermesslichen

Wie die Astronomie die Größe des Universums bestimmt

Einst hatte die Menschheit nicht einmal eine Idee, wie weit der Mond entfernt ist. Erst in der Neuzeit gelang es, seine Entfernung und die der anderen Planeten zu bestimmen. Vor 100 Jahren war immerhin bereits die Entfernung der etwa 100 nächsten Sterne bekannt. Doch weiter entfernte Objekte entzogen sich der direkten Messung, so dass indirekte Messungen erforderlich wurden, um auf die Größe des gesamten Universums zu schließen. In diesem Kurs stellen wir die gesamte Kette der kosmischen Entfernungsmessung vor.

Inhalt

Zunächst erscheint der Sternenhimmel zweidimensional. Die dritte Dimension hat sich der Astronomie lange nicht erschlossen. Im Altertum war immerhin schon die Entfernung des Mondes bekannt, doch jene der Planeten konnte erst in der Neuzeit ermittelt werden. Die Bestimmung der ersten Entfernung eines Fixsterns gilt als einer der größten Meilensteine der Astronomie. Doch bis ins frühe 20. Jahrhundert war gerade einmal die Entfernung der rund 100 nächsten Sterne bekannt. Dank modernster Technik können heute Entfernungen von 20.000 Lichtjahren und mehr mit hoher Genauigkeit direkt vermessen werden.

Wo die direkte Entfernungsmessung versagt, müssen indirekte Methoden verwendet werden. Standardkerzen sind Himmelsobjekte, bei denen aufgrund beobachtbarer physikalischer Eigenschaften möglichst genau auf ihre absolute Helligkeit geschlossen werden kann. Zusammen mit der beobachteten Helligkeit lässt sich so auf die Entfernung schließen. Je nach Standardkerze sind diese Messungen allerdings mehr oder weniger genau.

Unser Universum expandiert. Wie sind Entfernungen in einem solchen Universum überhaupt zu verstehen? Gibt es überhaupt eine Vorstellung darüber, wie weit unser Blick reicht, ob wir eine Grenze des Universums sehen und wie weit diese von uns entfernt ist? Diese Überlegungen stellen für die menschliche Vorstellungskraft eine ganz besondere Herausforderung dar.

Zusatzinformationen

Level: B (Begeisterte Beobachter mit eigener Erfahrung und mittleren Kenntnissen). Bringen Sie eine gute Portion Neugier mit und scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Wir empfehlen den Besuch von "Was funkelt denn da?" als Grundlage.

Vortragender: DI Alexander Pikhard

Termin, Preis, Anmeldung

  • Termin: Samstag, 23. Februar 2019, 14.00 bis 18.00 Uhr

  • Ort: SkyDome Seminar- und Tagungszentrum des Wiener Hilfswerks, Wien 7, Schottenfeldgasse 29

  • Einzelkurs Mitglieder €25,00/Nichtmitglieder €50,00. Semesterpaket (5 Kurse) Mitglieder €110,00/Nichtmitglieder €225,00. Inkludiert sind Teilnahme, Handouts und Pausenverpflegung. Die Kursgebühr ist beim Kursbesuch vor Ort zu bezahlen. Bitte beachten Sie, dass wir bei nicht rechtzeitigem Storno auch bei Nichterscheinen die Kursgebühr in Rechnung stellen müssen.

  • Anmeldung: Verbindliche Anmeldung ist unbedingt bis zwei Wochen vor Beginn erforderlich, über unser Onlineformular oder persönlich bei unserem Astrotreff oder einem anderen Kurs oder Workshop.

  • Online-Anmeldung

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