Mars

Sofienalpe, 17. 07. 2003

20030717api00.html

Beobachter:Alexander Pikhard,
Datum:17. 07. 2003
Zeit:00.15 bis 01.15 Uhr MESZ
Ort:Sofienalpe
Instrument:10" Meade LX-200 GPS (WAA-Teleskop),  Philips ToUCam Pro
Bedingungen:

Durchsicht:schlecht (5), da bewölkt
Aufhellung:irrelevant
Seeing:fast nicht mehr ausreichend (4-5)
Temperatur:25 °C
Bemerkungen:Fast vollständig bedeckt, Mars neben Mond in Wolkenlöchern

Bericht:

Ein sehr kleines Grüppchen unserer Sternguckerschule hat sich durch die herannahende Schlechtwetterfront nicht beirren lassen, trotzdem auf den Mars gewartet und sollte belohnt werden. Zwischen Bäumen leuchtete Mars zeitweise sehr hell durch Wolkenlöchern und gab mit dem knapp daneben stehenden Mond einen äußerst romantischen Anblick ab. Eine Zeitlang hatte der Mond - tief stehend und rötlich verfärbt - beinahe genauso ausgesehen wie der Mars im Fernrohr!

Ein Blick durch das 14mm Pentax-Okular zeigt schöne Details, und trotz schlechtem Seeings zücke ich die WebCam. Die Aufnahmen werden immerhin besser als jene aus meinem Wohnzimmerfenster. Diesmal probiere ich auch Aufnahmen mit einem Blaufilter (#80A).


Mars ohne Filter. Man beachte die Struktur der Polhaube und
dass die (kleine) Polkappe schon durch die Polhaube schimmert.

Mars mit #80A-Blaufilter. Atmosphärische Details dominieren hier,
vor allem die in diesem Licht noch immer enorm helle Polhaube.

Visuell war vor allem die winzige, helle Polkappe, die bereits durch die Polhaube durchschimmerte, beeindruckend. Die Details auf diesen beiden Aufnahmen - sie entstanden mit einer Brennweite von 2,5 Metern - sollen jetzt analysiert werden.


Strukturen nach Mars Previewer. Vergleicht man dieses Bild mit
obiger Aufnahme, fallen zwei Unterschiede auf;

Bei den Unterschieden könnte es sich durchaus um zwei
Staubstürme handeln, die Farbe würde gut passen!

Tatsächlich bereichten Beobachter aus aller Welt schon seit geraumer Zeit von markanten Staubstürmen in der Hellas-Region, die schon in kleinen Fernrohren zu sehen sein sollen. Das würde stimmen. Es bleibt spannend, Mars muss unbedingt weiter beobachtet werden.

Das Warten hat sich also gelohnt!