| Beobachter: | Wolfgang Vollmann |
| Datum: | 25. 01. 2006 |
| Zeit: | 07.00 MEZ |
| Ort: | Wien 21 |
| Instrument: | Freies Auge, Fernglas 8x30 |
| Bedingungen: |
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| Bericht: |
Heute morgen sah ich Venus nach ihrer unteren Konjunktion erstmals wieder: um 7h00 war sie aus dem Zimmerfenster nicht zu übersehen und leuchtete hell und schon wieder recht hoch in der Morgendämmerung. Als voraussichtlichen Beginn der Morgensichtbarkeit gibt der Österreichische Himmelskalender den 16.Jan.2006 an -- kein Wunder dass Venus heute schon wieder so gut mit freiem Auge zu sehen war! Die Sichtbarkeitsangaben sind natürlich für das freie Auge angegeben -- im Fernrohr liess sich Venus die ganze Zeit auffinden wie der Bericht von Manfred Nehonsky zeigt. Ich hatte zwar das Ende der freisichtigen Abendsichtbarkeit (heliakischer Untergang) verfolgen können, habe aber Richtung Osten keinen guten Horizont; den Beginn der Morgensichtbarkeit konnte ich daher nicht verfolgen. Die im Himmelskalender verwendete Sehungsbogentheorie basiert auf den Arbeiten von Schoch. Bei verschiedenen Probebeobachtungen fand ich die Vorhersagen der Theorie oft bemerkenswert gut: siehe z.B. den heliakischen Untergang des Merkur im März 2005 und die heliakischen Untergänge des Sirius im Mai 2004 und im Mai 2005. Im Fernglas 8x30 zeigte Venus sehr schön ihre noch ziemlich grosse Sichel -- trotz des nicht ganz scharfen Bildes. Ich gebs zu: ich hatte durch die Fensterscheibe beobachtet da es mir heute zu kalt war ;-) Venus war zum Zeitpunkt meiner Beobachtung schon 8,6° hoch. Sie schien mit einer scheinbaren Helligkeit von -3,8mag und war schon etwas kleiner als eine Bogenminute: 58 Bogensekunden und 5 Prozent beleuchtet.
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